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Um Wärme aus den tieferen Lagen in der Erdkruste zu holen, kopieren die Ingenieure das Prinzip des Durchlauferhitzers: Eine Injektionspumpe presst Wasser durch eine Tiefenbohrung in ein künstlich erweitertes Kluftsystem. Das Wasser erhitzt sich dort – je nach Tiefe – bis auf 200 Grad Celsius. Über eine Produktionsbohrung wird es wieder an die Oberfläche gepumpt. Beobachtungsbohrungen registrieren laufend die Aktivitäten des durchströmten Kluftsystems und geben ein Bild des erschlossenen Wärmereservoirs. Weitere Injektions- und Förderstränge können auf Grund der Beobachtungen gezielt vorgetrieben werden.

Der Wärmeentzug erfolgt beim DHM-Verfahren (Deep Heat Mining) über einen geschlossenen Wasserkreislauf. Nur wenig Wasser muss jeweils aus einem Reservoir nachgespiesen werden. Ein Wärmetauscher entzieht dem heissen Wasser die Energie zur Stromproduktion in einem Turbinenhaus. Die Restwärme kann über ein Fernwärmenetz zusätzlich genutzt werden. Eine Kühlung ist dem Generatorenkreislauf nachgeschaltet.

Sondierbohrungen

Im Rahmen des Projekts Deep Heat Mining, welches in Basel den Bau und Betrieb einer Pilotanlage zur Gewinnung von Strom und Wärme aus geothermischer Energie vorsieht, braucht es zur Erkundung des tiefen Untergrundes zuerst eine Sondierbohrung bis in das kristalline Gestein. Diese Bohrung wurde auf 2755 Meter ins Erdinnere zu Erkundungszwecken abgeteuft und dient nun als Langzeit-Beobachtungsbohrung.

Bereits in einer Tiefe von 2755 Meter wurden 124 Grad Celsius gemessen.

Als Zusatznutzen für Basel und Umgebung dient die Bohrung zugleich auch als einmalige Erdbebenstation, die die vielen kleinen Erdstösse, deren Entstehungsherde in noch grösserer Tiefe liegen und meist gar nicht wahrnehmbar sind, in ungedämpfter Form registriert.   

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